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DEM 2023 U18

Bronze und Holz bei der Deutschen Meisterschaft in Leipzig

Tränen, Ärger, Wut und vor allem Enttäuschung sah man in den Augen von Charlotte Nettesheim am vergangenen Wochenende in Leipzig. Ein unüberlegter Angriff und ein Konter ihrer Gegnerin ließen alle Medaillenträume platzen. Aber der Reihe nach.

Lotti startete grandios in das Turnier. Nach drei vorzeitigen Siegen stand sie im Halbfinale der diesjährigen Meisterschaft. Hier wartete die Kaderathletin und EM-Starterin Frieda Reisz auf sie. Lotti fand nicht in den Kampf und ließ sich bereits von der ersten Attacke der Düsseldorferin überraschen. Zwar versuchte sie das Blatt zu wenden, kam aber nicht in gute Wurfpositionen. Der Kampf ging verloren und somit auch die Finalteilnahme. Nun gab es noch die Chance auf Bronze, die Charlotte leider nicht zu nutzen wusste. Das Wort Fassungslosigkeit trifft den Nagel auf dem Kopf. Sportlerin und Trainerin schauten sich ratlos an. Es scheint ein ungeschriebenes Gesetz zu sein, dass nach einer Halbfinalniederlage auch der Kampf um Bronze verloren geht. Am Ende bleibt mit Platz 5 die Holzmedaille und die Gewissheit in der neuen Gewichtsklasse bis 48 kg angekommen zu sein. Die nächste Chance auf eine Medaille bietet der Thüringen Pokal in Bad Blankenburg. Bis dahin geht an die Fehleranalyse.

Ähnlich enttäuscht blickte unser Küken Oli Bönisch drein. Im 46 Kilo- Limit konnte er zwar den ersten Kampf gewinnen, musste sich dann aber in der Trostrunde zweimal geschlagen geben.

Am Ende Platz 9 für Oli. Für Livia Bartz bis 63 kg war bereits die Teilnahme ein toller Erfolg. Sie steht noch am Anfang einer hoffentlich sehr erfolgreichen Judo-Laufbahn.

Nun ruhten alle Hoffnungen auf Malin, die keinen schlechteren Start erwischen konnte. Im Auftaktkampf gegen Franziska Galla aus Bottrop fand sie kein Mittel. Zwar gelang es ihr der Gegnerin zwei Strafen anzuheften, dennoch stolperte sie nach reichlich 5 Minuten und 25 Sekunden über ihre eigenen Beine. Schock. Niederlage im ersten Kampf. Trainer und Sportlerin bedient. Auch der zweite Kampf gegen Emelie Wagner aus Uelzen ließ Malin, wie wir sie kennen, vermissen. Was war los? War der Druck zu groß, hatte sie was Falsches gegessen und lag sogar eine Erkrankung in der Luft. Ratlosigkeit bei allen Beteiligten. Nun suchte Trainer Michael Rex nochmal das Gespräch. Er fand wohl die richtigen Worte, denn nun kämpfte die JC 90 Fighterin wie ausgewechselt. Sieg im dritten Kampf nach 9 Sekunden, im vierten Kampf nach 55 Sekunden und im fünften Kampf nach 37 Sekunden. Sie hatte es also geschafft. Nach vier vorzeitigen Siegen stand sie im kleinen Finale im Kampf um die Bronzemedaille.

Gegen die Berlinerin Sarah Michelle Püschel zeigte Malin von Beginn an, wie sehr sie die Medaille wollte. Mit einem knallharter Griffkampf und nötiger Cleverness, schickte sie die Dauerrivalin mit drei Bestrafungen von der Matte. Strahlende Gesichter auf allen Seiten und ein versöhnliches Ende eines wahren Krimis.

Der JC 90 gratuliert alles Kämpferinnen und Kämpfern zu der großartigen Teamleistung.

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