Deutsche Meisterschaft der Vereine im Judo – Männer der U18 werden erneut Deutscher Meister, Frauen landen auf Rang 5

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„Was für eine Leistung. Die Jungs haben alles rausgeholt und wir fahren verdient wieder mit dem Meistertitel nach Hause.“ So der Trainer Michael Rex nach dem packenden Finale und einem harten Wettkampftag. Dabei waren die Vorzeichen, nach dem großartigen Titelgewinn im letzten Jahr, alles andere als gut. Die Mannschaft vom stützpunkttragendem Verein JC 90 war nicht nur sehr jung, sie konnte auch die schwerste Gewichtsklasse nicht besetzen und ging so vor jedem Kampf schon mit einem Punkt weniger in die Begegnungen. In der Vorbereitung musste dann auch noch Felix Exner eine schwere Verletzung hinnehmen und fiel so als wichtiges Mitglied aus.
„Ich denke dennoch, dass wir eine Chance haben, da die Mannschaft sehr breit aufgestellt ist. Jeder kann für den Anderen einspringen. Das macht uns stark und ich glaube, wir können um den Sieg mitkämpfen.“ Sagte im Vorfeld der Trainer Adrian Markov über das Team.
Der austragende Verein in diesem Jahr war der TSV Großhadern und so mussten 600 km nach München für die Meisterschaft zurückgelegt werden. Nach der Auslosung hat sich die Ausgangssituation nicht verbessert. Die Frankfurter würden nach dem ersten Kampf gegen den TSV Kronshagen gleich auf den Gastgeber treffen, was bei der heimischen Unterstützung zu einer schweren Aufgabe wird.
Der erste Kampf wurde dann auch souverän mit 5:2 gewonnen und so kam es bereits jetzt zur ersten Bewährungsprobe für die Oderstädter gegen die Münchner. Vom ersten Kampf an wurde aber sofort deutlich, wie gut die Mannschaft durch das Trainerteam eingestellt wurde. Dem entsprechend hoch motiviert konnte der TSV Großhadern mit 4:1 besiegt werden und musste sich zu Hause vom Titeltraum verabschieden.
„Für mich war das der beste Auftritt an diesem Tag. Die Mannschaft zeigte hier schon welches Potential in ihr steckt.“ Antwortete Michael Rex auf die Frage nach dem Weg zum Erfolg.
Nun ging es im Halbfinale schon um die Medaillen. Es wartete der JC Leipzig, der im Vorfeld als Titelkandidat gehandelt wurde. Die Mannschaft vom JCL war ebenso gut aufgestellt wie der JC 90 und konnte mit vielen nationalen und internationalen Topleuten an den Start gehen. Wie erwartet waren die Kämpfe spannend bis zum Schluss und viele Paarungen hatten es in sich. Nach dem die Frankfurter mit 1:0 durch Elias Pracht in Führung gingen, wurde sofort der Anschluss aus Leipziger Sicht wieder hergestellt. Dank Luc Meyer und Ole Buth war der Sieg bei einem Stand von 3:1 zum greifen nah. Doch durch eine Unachtsamkeit von Emil Kosjanik gelang der erneute Anschluss der Leipziger und durch die unbesetzte Gewichtsklasse stand es nun 3:3 vor dem entscheidenden Kampf. In der Paarung zwischen Manuel Biedermann und Kevin Müller den vierten Punkt erkämpfen und somit den Finaleinzug sichern.
Im Finale wartete mit dem UJKC Potsdam ein alter Bekannter aus Brandenburg. Die Potsdamer mussten sich schon vor 2 Jahren gegen den JC 90 in den Medaillenkämpfen geschlagen geben und waren besonders motiviert, es dieses Mal besser zu machen. Durch die Disqualifikation von Emil Kosjanik im Halbfinale waren die Potsdamer in der klaren Favoritenrolle und Frankfurt ging nun noch geschwächter in die Begegnung um die Meisterschaft.
Denkbar schlecht ging es dann auch los. Elias Pracht musste sich nach einem schönen Wurf des Potsdamer geschlagen geben und brachte die Oderstädter mit 0:1 in den Rückstand. Doch Jannik Bölke und Luc Meyer zeigten wieder einmal wie „heiß“ die Mannschaft an diesem Tag auf den Titel war. Nach dem Stand von 2:1 ging es in die entscheidende Phase. In der Gewichtsklasse bis 81 kg traf Ole Buth auf den EM 5. Tim Schmidt aus Potsdam. Ole ging sofort angergiert in den Kampf, konnte aber einen frühen Rückstand nicht verhindern. Unbeirrt blieb er dennoch seiner Linie treu und schaffte gegen Ende des Kampfes durch eine tolle Willensleistung noch den Sieg für Frankfurt. Max Müller hatte nun die schwere Aufgabe den gesperrten Emil in einer höheren Gewichtsklasse zu vertreten. Doch auf der anderen Seite wartete mit Kilian Ochs ein gestandener 73 Kilomann auf ihn. Trotz großem Einsatz konnte die Niederlage nicht verhindert werden. Und so kam es auf Grund der fehlenden Gewichtsklasse, wie bereits im Halbfinale, auf den letzten Kampf des Tages an, den Titel zu vergeben. Doch mit Manuel Biedermann war an diesem Tag nicht zu Spaßen. Der Kämpfer vom JC schaffte es an diesem Tag sein ganzes Potential abzurufen und sicherte seinem Verein damit den 2. Meisterschaftstitel in Folge.
Die Trainer Michael Rex und Adrian Markov waren sich einig: „Diesen Tag und diese Leistung werden unsere Jungs und auch wir nicht so schnell vergessen. Es war auch für uns als Trainer toll ein Teil dieser Mannschaft zu sein.“
Im nächsten Jahr findet die neue Titelvergabe dann in Frankfurt (Oder) statt. Und viele der Teilnehmer der diesjährigen Meisterschaft könnten dann etwas noch nie Dagewesenes schaffen und den Titel zum dritten Mal in Folge gewinnen.

Meistermannschaft vom JC 90 Frankfurt (Oder)
-50 kg: Luc Meyer (KSC Asahi Spremberg)
-55 kg: Jannik Bölke (Rathenower Judoclub)
-60 kg: Manuel Biedermann
-66 kg: Elias Pracht, Max Müller
-73 kg: Emil Kosjanik, Felix Exner
-81 kg: Ole Buth (PSV Frankfurt (Oder)
+81 kg: /

Am Sonntag ging dann das „Frauen-Team“ des Judo-Club 90 e.V. bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften in München an den Start. Leider ohne die amtierende Nord-Ost Deutsche Meisterin Lea Sophie Bastian, die sich nach langer Verletzungspause noch im Aufbautraining befindet und auch ohne unseren Punktegarant und Gaststarterin Mareike Reddig (JC Samura Oranienburg), die in der Nacht vor dem Wettkampf erkrankte und so die undankbare Zuschauerrolle einnehmen musste. Unser Verein stellte das jüngste Team im Frauenfeld und somit war es für fast alle Kämpferinnen die erste Teilnahme bei so einer großen Meisterschaft. Leider begann diese gleich mit einer Auftaktniederlage gegen den JC Langenfeld aus Nordrhein-Westfalen. Doch nach anfänglicher Enttäuschung und Verunsicherung zeigte das Team eine klasse Reaktion und schlug in der Trostrunde die Mannschaften vom SUA Witten und Kim-Chi-Wiesbaden. Damit hatten sie es mit tollem kämpferischen Einsatz ins kleine Finale um die Bronzemedaille geschafft. Hier wartete die Kampfgemeinschaft HTG Bad Homburg/ JC Wiesbaden mit einer starken Delegation, die sich nur knapp im Halbfinale gegen die späteren Siegerinnen vom TSV Abendsberg geschlagen geben mussten. Mit großem Einsatz gab unser Team ihr Bestes. Jedoch mussten sie am Ende gegen deutlich erfahrenere hessische Sportlerinnen eine deutliche Niederlage einstecken. Auch wenn es am Ende nicht für eine Medaille reichte, präsentierten sich die Frankfurterinnen um Trainerin Susi Zimmermann mit einer guten Leistung und könnten im nächstes Jahr vor heimischer Kulisse die Sensation perfekt machen.

JC90-Mannschaft der U18w:

-44 kg: Pia-Sophie Suter (PSV Frankfurt (Oder)
-48 kg: Trinity Wenzel
-52 kg: Valentina Stengel
-57 kg: Marie Grohn
-63 kg: Gina-Marie Peisker, Mareike Reddig (JC Samura Oranienburg)                                                        -70 kg: /                                                                                                                                                                         +70 kg: Josephine Kamischke (PSG Dynamo Brandenburg)

Termine

Es gibt keine bevorstehenden Veranstaltungen.

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