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Spektakulär: Paul Schoch (unten) vom JC 90 wirft auf der Zehenspitze den Strausberger Tim Paulat. © Foto: Michael Benk

MOZ/ 27.06.2018, 03:15 Uhr
(Hubertus Rößler/MOZ) Frankfurt. Am zweiten Kampftag der Judo-Landesliga hat der JC 90 in eigener Halle alle Duelle für sich entschieden. Zum Auftakt siegten die Frankfurter im Stadtderby gegen den PSV Frankfurt/RSV Eintracht mit 4:1. Die Kampfgemeinschaft holte insgesamt zwei Siege und zwei Niederlagen.

Gleich zu Beginn des Wettkampftages am Sonntagvormittag wurde es laut in der Brandenburg-Halle. Im Frankfurter Derby standen sich der Judo-Club 90 und der PSV gegenüber. Den Anfang machten in der Gewichtsklasse bis 73 Kilogramm Max Müller und Fritz Schöneburg. Das Duell endete nach hartem Kampf mit einem Waza Ari für den JC-90-Athleten Müller. Ein ungleiches Duell gab es in der Klasse über 90 Kilogramm. Auf der einen Seite stand der junge athletische Felix Exner, für den PSV ging der kräftige Dirk Lehmann an den Start. Nach vier Minuten Kampfzeit fiel noch keine Wertung, daher ging es ins Golden Score. Hier konnte Lehmann mit einer blitzschnellen Eindrehtechnik gewinnen und zum 1:1 ausgleichen.
Eric Schulz zeigte im Kampf bis 66 kg gegen Leon von Hübbenet eine starke Leistung. In den Jahren zuvor stets unterlegen, sicherte er sich dieses Mal mit 10:0 Wertungspunkten den Sieg. Auch Oliver Lodtka und Paul Schoch fuhren für den JC 90 gegen Tom Wildner und Tim Möller klare Siege ein, so dass es am Ende ein deutliches 4:1 wurde.
PSV-Trainer Stefan Drews erklärte im Anschluss: „Wir wollten gegen den stärksten Gegner des Tages dieses Mal die Sportschüler mit Siegeswillen schlagen. Tom Wildner konnte in den ersten drei Minuten sehr gut gegen den Routinier Oliver Lotka mithalten. Aber dann merkte man deutlich, dass der Kampf für Tom schon im Kopf entschieden war – schade. Im letztem Kampf ging Tim Möller mit Waza Ari in Führung, wollte dann aber zu viel und verlor noch mit Ippon.“
Zufrieden zeigte sich JC-90-Trainer Gerhard Lorenz: „Das war ein toller Auftritt gegen einen der Mitfavoriten der Landesliga. Wir hatten niemanden, um die Gewichtsklasse bis neunzig Kilo zu besetzen. Der Gegner von Felix wiegt rund dreißig Kilo mehr und hat nicht mehr die Kondition, daher war die taktische Anweisung, sich viel zu bewegen. Das hat Felix hervorragend gemacht“, lobte Lorenz.
Auch die restlichen beiden Kämpfe konnte der JC 90 für sich entscheiden. Gegen den KSC Strausberg gab es ein 4:1, der JC Bad Belzig wurde mit 3:2 bezwungen. Damit kämpften sich die Oderstädter auf den 2. Tabellenplatz – punktgleich mit Tabellenführer JV Ludwigsfelde. „Wir wollen natürlich an die beiden Titel in den letzten beiden Jahren anknüpfen. Neben dem Gewinnen ist für uns aber auch wichtig, dass unsere jungen Sportler Erfahrung sammeln gegen die teils alten Haudegen, um später für höhere Aufgaben gewappnet zu sein“, erklärte Gerhard Lorenz.
Die Kampfgemeinschaft des PSV und des RSV konnte in der zweiten Begegnung gegen die schwach aufgestellte Mannschaft der KG Babelsberg/Königs Wusterhausen einen ungefährdeten 5:0-Erfolg einfahren. Im dritten Kampf gegen den JSV Bernau sollten die Landesliga-Neulinge Ninus Kiel und Tim Beyer Erfahrung sammeln. „Ninus konnte mit einer in Perfektion angetäuschten Opfertechnik den ersten Ippon holen“, berichtete Trainer Drews. „Tim Beyer hatte seinen Gegner schon auf der Schippe, wurde dann aber gekontert.“ Fritz Schöneburg und Tim Möller starteten beide eine Gewichtsklasse höher und holten die letzten zwei Punkte zum 4:1-Sieg.
In der letzten Begegnung gegen Bad Belzig machte Stefan Drews dann zwei entscheidende Aufstellungsfehler, wie der Trainer hinterher einräumte. Daher konnte nur Tom Wildner den Ippon holen und der PSV unterlag mit 1:4. „Positiv sehe ich, dass wir fast allen Sportlern die Gelegenheit zum Kämpfen geben konnten und das Team eine tolle Einheit bildet. Gefehlt haben heute deutlich unsere Hannoveraner, die sich derzeit in Österreich im Trainingslager befinden und auch das Quäntchen Glück, das man manchmal braucht“, erklärte Drews, der mit seinem Team auf den dritten Rang zurückfiel.
Der dritte Kampftag findet nach der Sommerpause am 8. September beim RSV Eintracht in Kleinmachnow statt.

Termine

Es gibt keine bevorstehenden Veranstaltungen.

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