DSC05342Am vergangenen Freitag unternahmen die U9-Youngsters des Judo-Club 90 Frankfurt (Oder) eine Entdeckungsreise ins Heimatland des Judo – Japan. Kalligraphie, Origami-Kunst, Sumo, Blasrohrschießen, Sushi machen, sich in traditionelle Kimonos kleiden und einiges über das Leben der Japaner kennenlernen. All das war das Ziel für die 15-köpfige Youngsters-Gruppe. Doch statt eines 11 stündigen Fluges, mussten die Kinder nur die kurze Anreise zur Judohalle des Frankfurter Sportzentrums antreten. Denn dort haben ihre Trainer Gregor Wenzel & Rico Buchwalter einen ganztägigen Japan-Workshop für ihre Schützlinge vorbereitet.
„Für uns ist es wichtig, dass die Kinder neben dem Judo-Sport auch möglichst viel über das Heimatland unserer tollen Sportart kennenlernen. Wir hoffen Interesse zu wecken und die Kinder für andere Kulturen begeistern zu können.“ berichtet G. Wenzel, der gleichzeitig auch Jugendwart beim JC90 ist. Als Workshopleiter weisen Gregor und Rico ideale Voraussetzungen vor, denn beide nahmen im vergangenen Jahr am deutsch-japanischen Simultanaustausch der Sportjugend teil; für G. Wenzel bereits der dritte Japan-Aufenthalt. Die gesammelten Erfahrungen werden nun an die Kinder weitergegeben. Seit 2015 wird einmal in Jahr ein solcher Workshop für die Youngsters angeboten.

Pünktlich um 9.00 Uhr begann der Japan-Tag in der Judohalle. Die Begrüßung machten nicht etwa die Trainer, sondern die Japanerin Yu Takeuchi (Dolmetscherin beim Japan-Austausch), die den Kindern per Handyvideo eine Grußbotschaft aus Japan zukommen ließ. Die meisten Kids staunten nicht schlecht über die komplett andere und unverständliche Sprache und waren froh, dass Yu im Anschluss nochmal alles auf Deutsch erzählte. Anschließend wurde sich mit einer traditionellen japanischen Morgengymnastik aufgelockert und warm gemacht, bevor die Kinder in die Sportart Sumo hineinschnupperten und versuchten, sich gegenseitig aus dem Ring zu schieben. Nach 1 Stunde Sport ging es dann erstmal in dem schön dekorierten Workshopraum. Bei japanischen Tee und einem kurzen Kinderfilm über Japan wurde neue Energie getankt. Mit Farbe und Pinsel versuchten sich die jungen DSC05314Judoka anschließend in der Kunst der Kalligraphie. Viele staunten, wie schwer es war, die japanischen Schriftzeichen zu zeichnen und fragten sich, wie die Japaner diese vielen Zeichen auswendig schreiben konnten. Doch zum Schluss war jeder mit seiner Arbeit zufrieden und hatte ein erstes tolles Erinnerungsstück von diesem Tag. Gemeinsam wurden Tische und Hände sauber gemacht und die Pinsel gegen Messer getauscht. Denn nun wurde das Mittag zubereitet. Während der Reis und das japanische Curry vor sich hin köchelten, bereiteten die Judoka einen leckeren Obstsalat zu. Ananas, Melone, Bananen, Äpfel, Mango, Weintrauben wurden mundgerecht geschnitten und in einer großen Schüssel vermischt – lecker! Bei einem Quiz lernten die Kinder anschließend eine Menge über die japanischen Sitten und Gebräuche, bevor es zurück in die Judohalle ging. Dort konnte beim Blasrohrschießen Zielgenauigkeit bewiesen werden. Nach kleinen Anfangsschwierigkeiten, hatten alle Kids relativ schnell den Dreh bzw. die richtige Technik raus und schossen die Pfeile in die Zielscheiben. Das anschließende Fotoshooting war ein weiteres Highlight für die Judoka. In traditionellen Kimonos gekleidet und mit Deko-Utensilien ausgestattet, fühlte sich so mancher wie ein richtiger kleiner Japaner. Zurück im Workshopraum, wurde Papier gefaltet, gefaltet und immer weiter gefaltet, bis am Ende Schiffe und Füchse entstanden. Diese kleinen Origami-Kunstwerke wanderten natürlich auch als Andenken in die Rucksäcke. Und schon neigte sich der Japan-Tag dem Ende zu und der letzte Programmpunkt stand auf dem Plan. Besonders darauf haben sich viele Kinder schon seit Beginn gefreut: Sushi machen. Zunächst wurden Mohrrüben, Gurken und kleine Würstchen in feine Streifen geschnitten. Natürlich gab es auch Fisch (geräuchert). DSC05382Anschließend verteilten die Kinder den Sushireis auf ihren Algenblättern und dann ging es an die „Wissenschaft“ des Sushi-Rollens. So mancher Versuch ging natürlich erstmal schief. Doch bereits die zweite oder dritte Sushirolle der Kinder ließ sich sehen und das Wichtigste: es hat geschmeckt! Mit klebrigen Reis-Fingern wurden dann die Eltern begrüßt, die ihre Kinder wieder in Empfang nahmen und sofort von den vielen tollen Programmpunkten erzählt bekamen. Zum Abschluss bekam jeder Youngster noch eine Teilnehmerurkunde ausgehändigt und ein tolles Japan-Armband als Andenken.

Nach 8,5h endete ein erfolgreicher Japan-Workshop und die Trainer sind sich jetzt schon sicher, dass es im kommenden Jahr eine Neuauflage geben wird. Vielleicht dann sogar erstmalig an 2 Tagen. Denn auch die U11 / U13 hat großes Interesse angekündigt.
„Wir freuen uns sehr, dass es den Kindern so sehr gefallen hat…“ sagte Trainer Rico Buchwalter am Ende. Und vielleicht hat der Workshop so viel Lust auf Japan geweckt, dass der eine oder andere Youngster später auch am Austauschprogramm der Sportjugend teilnimmt und dort die Dolmetscherin Yu Takeuchi persönlich kennenlernt.

Vielen Dank für die Unterstützung: Japanische Botschaft in Berlin, Deutsche Sportjugend (AG Japan-Austausch), Herr M. Steinke, Fr. Gerlach, Fr. Bönisch und natürlich Yu Takeuchi

Termine

Es gibt keine bevorstehenden Veranstaltungen.

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