DSC04994Am Samstag (30.10.) fand in Holzwickede das Bundesoffene Sichtungsturnierturnier der weiblichen Jugend U17 statt. Auch eine kleine Delegation von Sportschülerinnen aus der Oderstadt befand sich unter den 160 Teilnehmerinnen. Unter den wachsamen Augen der U18 Bundestrainerin Lena Göldi, mit der die Mädels letzte Woche in Neubrandenburg noch trainierten, zeigten sich die Frankfurterinnen sehr nervös. Den Anfang machten die leichten Gewichtsklassen. Die drei Kämpferinnen in der Gewichtsklasse -57 kg, darunter die JC90-Athletin Marie Grohn, konnten alle ihre Auftaktbegegnungen für sich entscheiden. Bis 52 kg beförderte Valentina Stengel (ebenfalls JC90) die Berlinerin Lilli-Jo Krüger mit Uchi-mata (Innenschenkelwurf) auf die Matte. Vier Kämpfe, vier Siege so hätte es, wenn es nach Trainerin Susi Zimmermann und Jugendwart Gregor Wenzel gegangen wäre, weiter gehen können. Doch schon in der zweiten Runde führte die fehlende Erfahrung und zu große Nervosität zu den ersten Niederlagen. „Valli“, Marie und Vanessa Trajcev mussten sich im Boden geschlagen geben. Ärgerlich, hatte man doch gedacht, diese Schwäche bereits besser im Griff zu haben. Da die Gegnerinnen von Marie und Vanessa (PSV Bernau) nicht ins Poolfinale kamen, waren sie somit ausgeschieden und konnten die Mannschaft nur noch vom Mattenrand unterstützen. Manon Plaumann (Samura Oranienburg) kämpfte ebenfalls -57kg und musste sich erst im dritten Kampf geschlagen geben. Sie konnte zwar in der Trostrunde noch mit einem wunderschönen Hiza-guruma (Knierad) punkten, bevor sie dann aber auch die zweite Niederlage trotz Führung hinnehmen musste. Ähnlich erging es Valli. Nach einem Sieg in der sogenannten Trostrunde folgte die Niederlage und somit Platz 7.

Gegen Mittag startete die zweite Gruppe. Angeführt von der „Dienstältesten“ Sophie Brendicke (JC Großbeeren, -70 kg), die bereits im ersten Kampf zeigte was in ihr steckt. Innerhalb weniger Minuten schickte sie die Sportlerinnen Alexandra Brand, Nele Kretschmer und Jana Grzesiek von der Matte, bevor sie im Halbfinale auf die Abendsbergerin Rafaela Igl traf. Sophie agierte von Anfang an konzentriert, hielt sich an die zuvor besprochene Strategie und machte am Ende doch den berühmten Schritt in die falsche Richtung, den die Sportlerin Igl abgezockt ausnutzte. Zwar versuchte Sophie alles, um den Rückstand noch aufzuholen, aber am Ende blieb es dabei. Enttäuschung pur. Hatten sich doch schon alle auf die Wiederauflage des Duells von Babelsberg gefreut, denn die Favoriten Marlene Galandi (UJKC) war bereits auf der anderen Poolseite ins Finale eingezogen. Dann eben das kleine Finale. Hier wartete mit Jasmin Neuhold eine weitere Potsdamerin. Sophie zeigte sich wiederum abgezockt, ließ Neuhold nicht in den Kampf kommen und beförderte sie mit Hiza-guruma auf die Matte. Der Hauptkampfrichter hob den Arm, Ippon! Strahlende Gesichter, die Medaille schien sicher. Doch dann die Beratung des Kampfgerichts und die Änderung. Doch nur Waza-ari und weiterkämpfen. Sophie blieb ihrer Linie treu, doch der harte Griffkampf ihrerseits führte nun zu Bestrafungen, wegen Griffverhinderung. Noch ein Shido und der Kampf würde noch verloren gehen. Der Kampf wurde zunehmend hektischer und wieder gab Sophie den sicher geglaubten Sieg her. Ein starker Angriff mit Harai-Goshi (Hüftrad) durch Neuhold und alles war vorbei. Für die ehrgeizige Sportschülerinnen ist Platz 5 eine herbe Enttäuschung, hatte sie sich eine bessere Platzierung durch ihren Trainingsfleiß doch mehr als verdient.

Bis 63 kg gingen gleich zwei Frankfurterinnen an den Start. Mareike Reddig und Gina Peisker, die bereits beim Sichtungsturnier in Bremen auf sich aufmerksam gemacht haben. Mareike (Samura Oranienburg) zeigte sich sehr nervös und konnte an diesem Tag nicht ihr volles Können zeigen. Am Ende standen zwei Siege, davon einen mit einem blitz-sauberen Uchi-Mata (Innenschenkelwurf), und zwei Niederlagen auf ihrer Haben-Seite, wobei beide Niederlagen nicht nötig gewesen wären. Es scheint als fehle der ehrgeizigen Athletin etwas Wettkampfpraxis, um wieder zur alten Stärke zu finden. Ihre Trainingskameradin Gina Peisker vom JC90 konnte nach ihrer Auftaktniederlage gegen Antonia Simon aus Hessen gleich vier Siege einfahren. Zwar gaben alle Trainer ihren Kämpferinnen den Tipp, auf Ginas tief ausgeführten Seoi-nage aufzupassen, aber dennoch gelang es ihr immer wieder mit genau diesem auf der rechten und linken Seite Wertungen zu erzielen. Auch im Boden war sie blitzschnell und siegte mit Laufwürge. Nicht zuletzt stellte sich so mancher die Frage: Wer ist eigentlich diese Gina, die so mancher etablierten Kämpferin das Leben schwer machte? Hatte sie in Erfurt krankheits bedingt noch gefehlt, zeigte Gina in Holzwickede, dass in Zunkunft mit ihr zu rechnen ist. Leider kam sie im Einzug ums kleine Finale wieder gegen die Sportlerin Antonia Simon. Beide schenkten sich nichts und lieferten sich einen spannenden Kampf, den Gina mit zwei Bestrafungen verlor, nicht jedoch ohne ihre Gegnerin einmal von den Beinen zu holen. Mit Ko-uchi-maki-komi beförderte Gina sie auf den Hintern. Spätestens da wünschten wir uns alle den „Koka“ (kleine Wertung) zurück.

Leider ging die Trainingsgruppe „Sonnenschein“ an diesem Tag ohne Medaille nach Hause, was sie jedoch nicht zu traurig stimmen sollte. Vielmehr sollten unsere U18 Kämpferinnen mit Wut im Bauch und Zuversicht die nächsten Aufgaben angehen und zeigen, dass noch mehr in ihnen steckt.

Termine

Es gibt keine bevorstehenden Veranstaltungen.

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